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Un mundo perseguido: Del silencio a la eclosión de la diversidad sexual y de género en el arte del siglo XX: 44 (Arte contemporáneo)
Die Geschichte des 20. Jahrhunderts zeigt, dass bis praktisch in die 1960er Jahre, als der Widerstand von Schwulen, Lesben und Transpersonen auf den Straßen aufkam, die Darstellung sexueller Vielfalt im Allgemeinen im privaten Bereich, in der Verbergung und in der Scham stattfand. Dennoch gelang es verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen, sich in bestimmten Kreisen und ohne das breite Publikum zu erreichen, durchzusetzen, damit Künstler ihre sexuelle Identität mit der von der herrschenden Moral geforderten Diskretion ausdrücken konnten. So war es bei Duncan Grant, Romaine Brooks oder Claude Cahun in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Die Scham wurde in den 1970er Jahren gebrochen, als homosexuelle Kollektive sowohl in New York als auch in Paris, Santiago de Chile oder Barcelona öffentlich auftraten. Parallel dazu zeigten einige Künstler wie Robert Mapplethorpe, der von den konservativsten und ultrareligiösen Kreisen zensiert wurde, in ihren Bildern eine Sexualität, die für die prüde Gesellschaft undenkbar war. Die 1980er und 1990er Jahre festigten die Rückkehr sexophober Politiken, indem sie AIDS zu einer moralischen Verurteilung machten. In diesen schweren Zeiten entstand die sogenannte Queer-Theorie, und eine Vielzahl unkonventioneller Künstler brachte ihre heterodoxen Wünsche und alternativen Lebensformen zur Kernfamilie zum Ausdruck. Das Geschlechterpaar (Mann/Frau; männlich/weiblich) wurde infrage gestellt, wie im offenen Raum der Kunst zu sehen ist, wo Grenzüberschreitungen an Kraft und Sichtbarkeit gewinnen. Eine verfolgte Welt bietet einen umfassenden Überblick über die sexuelle Vielfalt in den künstlerischen Ausdrucksformen des 20. Jahrhunderts, wobei der Titel sowohl auf den Wunsch verweist, ein Leben zu erreichen, in dem Freiheit und Respekt vor der Andersartigkeit vorherrschen, als auch auf die Realität, dass sexuelle Vielfalt – und weiterhin – mundtot gemacht, pathologisiert und durch Gesetze und soziale Normen verurteilt wurde.